Schloss Wittgenstein/Bad Laasphe. Wenn die Schüler nicht nach Berlin kommen können, dann kommt Berlin eben nach Bad Laasphe. Nachdem ein geplantes Treffen im Bundestag während der Berlin-Exkursion im Februar aufgrund von Terminüberschneidungen nicht stattfinden konnte, löste der CDU-Abgeordnete Benedikt Büdenbender nun sein Versprechen ein: Am 9. März besuchte er die Stufe 11 des Gymnasiums Schloss Wittgenstein (GSW), um den Dialog mit der jungen Generation nachzuholen.
Von Berlin zurück ins Klassenzimmer
Die Exkursion der Elftklässler in die Bundeshauptstadt stand eigentlich im Zeichen ernster historischer Themen wie dem „Judentum in Deutschland“ und den „Mechanismen einer Diktatur“. Doch zur politischen Bildung gehört auch der direkte Austausch mit den Volksvertretern von heute. Da Büdenbender die 30 SchülerInnen in Berlin nicht persönlich empfangen konnte, wurde die Diskussion kurzerhand in die Aula der Schule verlegt.
Themen, die bewegen: Mobilität und Infrastruktur
Nach einem einleitenden Bericht über seinen oft straff durchgetakteten Arbeitsalltag als Abgeordneter im Deutschen Bundestag, gehörte die Bühne den SchülerInnen. Dabei wurde schnell deutlich, welche Themen der Jugend im ländlichen Raum unter den Nägeln brennen. Im Mittelpunkt standen vor allem alltagsnahe Themen: die hohen Kosten für den Führerschein, die Möglichkeit des begleiteten Fahrens ab 17 sowie die zuletzt stark gestiegenen Benzinpreise.
Ein Abgeordneter mit Zeit und offenem Ohr
Die SchülerInnen nahmen kein Blatt vor den Mund und baten den Politiker ausdrücklich darum, diese regionalen Anliegen mit in die Debatten nach Berlin zu nehmen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Anwesenden von der Gelassenheit des Gastes: Selbst als der Schulgong nach 45 Minuten das Ende der regulären Stunde einläutete, ließ sich Büdenbender nicht aus der Ruhe bringen. Er verlängerte den Besuch spontan, um auch die letzten Fragen ausführlich zu beantworten.
Für die Stufe 11 war dieser Vormittag eine wertvolle Erfahrung. Der Besuch machte deutlich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und junger Generation ist – und bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Politik einmal ganz unmittelbar zu erleben.
Text: M. Roth
Foto: F. Koch
